Der Tübinger Wingolf

Über uns

Kurz und knapp…

Der Tübinger Wingolf  ist eine christliche, überkonfessionelle Studentenverbindung an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Seine Farben sind schwarz-weiß-gold, er lehnt Duell und Mensur ab und ist Mitglied im Wingolfsbund, dem ältesten Korporationdachverband in Deutschland.

Die Prinzipien und ihre Bedeutung

Am 9. Juni 1864 wurde auf der Kalléehöhe bei Tübingen unsere Verbindung mit drei festen Prinzipien gegründet: AcademicumChristianumund Corporativum.

Academicum

Ausgangspunkt unseres Verbindungslebens ist das gemeinsame Lernen und Studieren. Wer über den Tellerrand seines Studienfaches hinausschauen will, ist bei uns mit Vorträgen renommierter Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur gut aufgehoben. Ein Kennenlernen von Professoren und Dozenten in gemütlichem Rahmen gibt immer wieder Anregungen für die eigene akademische Laufbahn und knüpft Kontakte.

Christianum

Seit unserer Gründung eint uns das Bekenntnis zu Jesus Christus. Ausgehend von diesem Grundsatz sehen wir die Notwendigkeit, christlichen Werten und Traditionen über einzelne Konfessionen hinaus einen festen Platz in unserem Leben einzuräumen. Der gemeinsame Besuch des Gottesdienstes ist fester Bestandteil unseres Programms wie auch regelmäßig stattfindende Bibelabende. 

Corporativum

Hierunter verstehen wir all dasjenige, was uns als Studentenverbindung kennzeichnet. Wir wurden durch Formen und Traditionen des Verbindungsbrauchtums seit unserer Gründung geprägt, die auch Bestandteil unserer heutigen Gemeinschaft sind. Das heißt natürlich auch im Dialog das zu begründen, was wir Lebensbund nennen: Freundschaft und Verbundenheit über Altersgrenzen, insbesondere mit unseren Philistern, hinaus. Wir eine politisch neutrale Verbindung was bedeutet, dass wir keine rechts- oder linksradikalen Strömungen dulden und gut heißen. 

Ein bekanntes Mitglied unserer Verbindung war der evangelische Theologe Paul Tillich. In einem Brief an seinen Freund Thomas Mann schrieb er am 23. April 1943 über den Wingolf: 

„Was ich theologisch, philosophisch und menschlich geworden bin, verdanke ich nur zum Teil den Professoren, in überragendem Maße dagegen der Verbindung, wo die theologischen und philosophischen Debatten nach Mitternacht und die persönlichen Gespräche vor Sonnenaufgang für das ganze Leben entscheidend blieben.“

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